Lindenpark

Dieser ehemalige, inzwischen zu einem Wald geworde Friedhof ist eine grüne Oase inmitten der dicht bebauten Kernstadt. Selbst wenn die Verkehrsgeräusche der Hauptstraßen nie ganz verschwinden, kommt man doch etwas zur Ruhe. Die katholische Kirche grenzt an den Park, sodass ich einen längeres Walking in der Regel mit einem Besuch in der Kirche verbinde.

Im Lindenpark befindet sich auch der ehem. jüdische Friedhof, der weitgehend erhalten ist. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass dieser Ort gut zu einem innerstädtischen, interreligiösen Pilgerpfad entwickelt werden könnte, denn eine allein christliche Vereinnahmung verbietet sich schon durch die Präsenz des jüdischen Friedhofs. Neben den christlichen Kirchen, sollte der Pilgerphad auch die jüdische und die musliemische Gemeinde (beide sind in Rostock präsent) ansprechen. Zudem gibt es in Rostock auch eine budistische Gemeinschaft; auch diese könnte teil des Projektes werden, wobei meine Kenntnisse vom buddistischen Glauben bedauerlicherweise recht bescheiden sind. Ggf. könnte ein solches Projekt auch einen winzig kleinen Beitrag für den interreligiösen Dialog leisten, in der heutigen, leider sehr gewaltbereiten Welt, leider auch zum Teil religiös motiviert.
Die interreligiöse Ausgestaltung könnte in der Form erfolgen, dass religionsübergreifend vorkommende Glaubensfragen in Stationen thermatisiert werden z. B. Glaube, Schuld, Sühne, Vergebung, Nächstenliebe und daraus resultierende soziale Verantwortung, Verantwortung für den Frieden, ewiges Leben. Eine bauliche Ausgestaltung der Stationen sollte m. E. mit Rücksicht auf den Denkmalstatus des Parks sehr zurückhaltend ausfallen, hier könne eine ergänzende digitale Lösung z. B. per App zielführend sein.

Kommentare zu dieser ersten Idee sind herzlich willkommen!